Jeden Monat wird es Winter!

Zyklusbasierte Selfcare als Mutter

Heute wollte ich lieber im Bett bleiben! Ich hatte keine Lust auf meine morgendlichen Aufgaben wie Mittagessen kochen und Schulsnacks vorbereiten.

Dennoch, ich musste natürlich raus und war wie sooft alleine mit meinen drei Kindern. Wir waren spät dran und ich merkte wie schlechte Laune in mir aufstieg. Ich fing gerade an meinen Kindern Vorwürfe zu machen, warum sie noch nicht fertig seien.

Stress stieg auf… Aber Halt! Bevor dieser Abtraum Morgen sich weiterfortzusetzen drohte, realisierte ich plötzlich etwas. War es nicht die Zeit kurz vor meiner Periode?

Nagut. Verstanden. Erstmal durchatmen.

Dann weitermachen. Aber in Ruhe!

Dieses Verständnis über den Zeitpunkt in meinem Zyklus half mir anders und besser in dem Moment damit umzugehen.

Wie geht es dir liebe Mama?

Hast du dir breits bewusst gemacht, wie du dich an bestimmten Tagen des Monats fühlst? Bist du dir in jedem Moment darüber gewahr, dass dies auch immer mit deinem Zyklus zusammenhängt?

Je besser du deinen eigenen Rhythmus als Frau kennst und weißt, wie deine Gefühle und dein körperliches Wohlbefinden mit deinem Monatszyklus zusammenhängen, desto besser kannst du für dich sorgen.

Das ist klar! Dein Menstruationszyklus kann nämlich eine wertvolle Quelle der Selbstkenntnis sein. Deshalb ist es wichtig eine zyklusbasierte Selfcare als Mama zu etablieren.

Was genau bedeutet Zyklus?

Der weibliche Zyklus beginnt mit dem 1. Tag der Menstruation und endet mit dem letzten Tag vor der nächsten Blutung. Er hat mehr oder weniger eine Länge von 28 Tagen, in dem die Ovulation, also der Eisprung, circa am 14. Zyklustag stattfindet. Er weicht aber von Frau zu Frau von diesen Angaben individuell ab.

Allgemein lässt er sich aber in verschiedene Abschnitte einteilen:

Die 4 Phasen des Zyklus

Phase 1: Menstruationsphase – Winter

In dieser Phase, der ersten des monatlichen Zyklus, wird bei nicht erfolgter Schwangerschaft die verdickte Auskleidung der Gebärmutter (Endometrium) durch die Scheide ausgeschieden. Dies nennen wir auch Periode oder Blutung. Sie dauert in der Regel zwischen 3-7 Tagen.

Diese Phase wird oft mit dem Winter verglichen. Das Energielevel ist niedrig, du fühlst dich schlapp und bist eher nach innen orientiert und weniger kontaktfreudig.

Phase 2: Follikelphase- Frühling

Die zweite Phase wird oft als Follikelphase bezeichnet und beginnt gleichzeitig mit dem Einsetzen der Menstruation. Die Follikelphase entspricht der ersten Phase deines Zyklus‘. Sie beginnt am ersten Tag deiner Periode und endet mit dem Eisprung. Diese Phase entspricht der Reifung des Eierstockfollikels (auch Follikelreifung oder Follikulogenese genannt). Follikel sind bläschenartige Gebilde im Innern der Eierstöcke. In der Follikelphase reift die Eizelle im Follikel heran. Daher hat die Phase ihren Namen. Die Follikelphase findet vor dem Eisprung statt.

Dein Körper befindet sich nun im Frühling des Zyklus. Du fühlst dich fitter und bist offen für Neues. Dein Energielevel steigt nun.

Im Frühling und Sommer steigt unsere Energie

Phase 3: Ovulationsphase – Sommer

Die Ovulations- oder Eisprungsphase ist die Mitte des Zyklus und dauert in der Regel nur einige Tage. Während dieser Zeit wird ein Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH) verzeichnet, was die Freisetzung einer Eizelle aus dem Eierstock zur Befruchtung verursacht. Dies ist die Phase in der wir am wahrscheinlichsten schwanger werden können.

Im Sommer des Zyklus fühlen wir uns am energiegeladensten und aktivsten.

Phase 4: Lutealphase – Herbst

Die letzte Phase des Zyklus wird als Lutealphase bezeichnet. Sie dauert circa 2 Wochen. Nach dem Eisprung wandelt sich der verbleibende Follikel in das sogenannte Gelbkörperchen um und beginnt, das Hormon Progesteron zu produzieren. Jetzt wird die Gebärmutterwand dicker. Die Lutealphase hört auf, wenn die Blutung eintritt.

Nun befindet sich der Körper im Herbst und bereitet sich auf den Winter bzw. die nächste Periode vor. In dieser Phase treten oft Beschwerden auf (PMS) und das Energielevel sinkt langsam wieder.

Dein Körper durchläuft also während des Menstruationszyklus verschiedene Phasen, die sich auf deine Energie, Stimmung und körperliche Verfassung auswirken können. Es ist hilfreich für dich zu wissen, wann du in welcher Phase deines Zyklus dich befindest. Entsprechend kannst du mit diesem Verständnis deine Bedürfnisse und was dir gut tut an diese Phasen anpassen.

Im Sommer unseres Zyklus haben wir die meiste Energie

1) Achtsamkeit für körperliche Bedürfnisse

Während der einen Hälfte des Zyklus, wenn deine Energie hoch ist, also der Vorbereitung auf den Eisprung, könntest du intensivere Workouts oder körperliche Aktivitäten genießen.

In der zweiten Hälfte, wenn deine Energie abnimmt, könnten Entspannungsübungen wie Yoga oder Spaziergänge in der Natur besonders wohltuend sein. Ich finde es immer hilfreich mein Bewegungsprogramm individuell an meine Kraft anpassen zu können. In der Phase des Winters gehe ich beispielsweise besonders gern früh schlafen oder liege einfach in Ruhe im Bett.

2) Ernährung und Nährstoffe

Dein Menstruationszyklus kann auch deine Ernährungsbedürfnisse beeinflussen.

Während bestimmter Phasen könntest du dich nach bestimmten Lebensmitteln sehnen oder einen erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen haben.

Achte darauf, auf die Bedürfnisse deines Körpers zu hören und ihn entsprechend zu versorgen.

Bananen enthalten viel Magnesium

Wenn du beispielsweise vermehrt zu Schokolade greifst vor deinen Tagen, kann das ein Hinweis auf einen Magnesiumbdarf sein, den du mit anderen Lebensmitteln wie Bananen ausgleichen könntest.

Wenn du das Thema Ernährung vertiefen willst findest du hier auf dem schönen Blog „Erdbeerwoche“ noch mehr Tipps zur Ernährung in den verschiedenen Phasen deines Zyklus.

3) Emotionale Bedürfnisse

Während bestimmter Phasen vor allem vor der Blutung könntest du dich möglicherweise sensibler oder reizbarer fühlen.

Es ist dann wichtig, dir selbst Mitgefühl zu zeigen!

Dieses Verständnis und Bewusstsein darüber in welcher Phase du dich gerade befindest, allein wird dir schon helfen, wenn du mal nicht so liebevoll mit dir oder deinen Kindern bist, wie du es dir wünschen würdest.

Gib dir das Mitgefühl auch in dieser Phase ganz mit dir zu sein und dich in den Arm zu nehmen, wenn es dir emotional in dieser Phase nicht so gut geht.

Achte darauf, was du brauchst und sorge gut für dich.

Pärchen umarmt sich in der Natur
In der Phase des Winters und Herbst wünscht du vielleicht mehr Zärtlichkeit

4) Achtsame Kommunikation

Damit du gut für dich sorgen kannst, ist es hilfreich in diesen schwierigen Phasen offen mit deinen Lieben über deine Bedürfnisse und Gefühle zu kommunizieren.

Dies ist vielleicht nicht immer leicht, aber es hilft für das Verständnis gegenseitig.

Eine offene Kommunikation kann dazu beitragen dein emotionales Wohlbefinden zu verbessern.

Vielleicht geht es dir so wie mir und du bist in der Winterphase auch eher zurückgezogen und weniger gesprächig. Das ist ok so.

Wenn du es dann noch liebevoll deiner Umgebung mitteilen kannst, hilft es allen dich besser zu verstehen. Dann hilft es allen diese Phase als das was sie ist anzunehmen: nämlich eine Phase von uns Frauen und eine Phase der Natur.

5) Zeit für Selbstreflexion

Dein Menstruationszyklus bietet dir eine natürliche Gelegenheit für Selbstreflexion und persönliches Wachstum.

Während bestimmter Phasen könntest du dich introspektiver oder nachdenklicher fühlen. Nutze diese Zeit, um über deine Ziele, Werte und Bedürfnisse nachzudenken.

Wenn du Schattenarbeit machst: Nutze diese einmalige Gelegenheit auch, um mit dunklen Aspekten deines Seins in Kontakt zu kommen und sie durch deine Annahme zu transformieren.

Fazit

Es ist also von großem Vorteil, dass du deinen Zyklus besser wahrnimmst. Denn dieser hängt in vielen Aspekten mit deinem Wohlbefinden und Bedürfnissen zusammen. Eine grundsätzliche und regelmäßige Selbstfürsorge-Routine kann dazu beitragen, deine körperliche und emotionale Gesundheit während des Menstruationszyklus zu unterstützen.

Du kannst sie besonders auf die einzelnen Phase anpassen.

Dies geht natürlich alles nicht von heute auf morgen. Es ist ein Prozess, den es zu beobachten und lernen gilt. Habe Geduld mit dir. Jeder Schritt, der dich mehr in deine Selfcare bringt, ist ein wichtiger Schritt auf deinem Weg!
Tipp 1: Wenn du tiefer in das Thema einsteigen willst, empfehle ich dir auch einen Artikel hier von Anne Lippold. Er wird dir auch helfen deinen Zyklus achtsamer wahrzunehmen.
Dabei helfen kann dir natürlich auch ein Zyklus-Tagebuch. Kaufe dir ein schönes Notizbuch. Halte hier täglich fest, wie du dich fühlst: körperlich, emotional, Essensgelüste, Libido.

Lerne dich und deinen natürlichen Rhythmus als Frau und Mutter zu lieben und verstehen.

Tipp 2: Es gibt das ganze natürlich auch digital, als Zyklus-App. Hier findest du 3 im Test.

Hinterlasse mir gern einen Kommentar: welche Tipps hast du, damit es dir gutgeht in deinem Zyklus?

Happy Mama – Happy Family!

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